Wochenstube

Achtung, ├Âffnet in einem neuen Fenster. PDFDruckenE-Mail

MausohrkolonieIm Gegensatz zum s├╝d├Âstlichen Verbreitungsgebietes des Mausohrs, wo h├Ąufig ganzj├Ąhrig H├Âhlen bewohnt werden, bevorzugt es als Kulturfolger in Mitteleuropa im Sommerhalbjahr Geb├Ąude. Man unterscheidet bei den quartiernutzenden Mausohren zwischen Einzeltieren ÔÇô meistens M├Ąnnchen ÔÇô und den sogenannten Wochenstuben, in denen die weiblichen Tiere ihren Nachwuchs geb├Ąren und gro├č ziehen. Diese Wochenstuben befinden sich in Bayern ├╝berwiegend in Dachst├╝hlen von Kirchen und in Kircht├╝rmen. Selten werden auch Dachst├╝hle in privaten H├Ąusern oder gro├čen ├Âffentlichen Gebauden (Schl├Âsser) genutzt. Die Mausohren bevorzugen bei der Wahl der ├ľrtlichkeit gro├če, dunkle und zugluftfreie Dachb├Âden.


In Bayern bestehen die Kolonien im Mittel aus gut 300 Wochenstubentieren. In Nordbayern sind die Kolonien mit gut 400 Wochenstubentieren aber deutlich gr├Â├čer als in S├╝dbayern, was sich mit den ausgedehnten Nahrungshabitaten f├╝r die Tiere in Nordbayern erkl├Ąren l├Ąsst. W├Ąhrend es in Bayern Wochenstubenverb├Ąnde mit im Mittel ├╝ber 2000 Einzeltieren gibt, ├╝berwiegen kleine und mittelgro├če Kolonien bis 500 Tieren.


Im Landkreis W├╝rzburg sind 12 Wochenstuben des Mausohrs bekannt. Diese haben eine mittlere Gr├Â├če von 19 bis 623 Tieren, mit Maximalgr├Â├čen von 762 Tieren (St. Aegidius, Holzkirchhausen), 550 Tieren (St. Andreas, Ochsenfurt) und 530 Tieren (St. Michael, Th├╝ngersheim). Die Entwicklung der Kolonien im Landkreis W├╝rzburg l├Ąsst sich als stabil bis positiv bezeichnen.

Als Beispiel die Entwicklung der Wochenstube in Th├╝ngersheim im Verlauf der letzten 20 Jahre. Die Daten wurden bei den jeweils im Juli statt findenden Z├Ąhlungen durch ehrenamtliche Fledermaussch├╝tzer und Mitarbeitern der Koordinationsstelle f├╝r Fledermausschutz Nordbayern erhoben und von dieser zur Verf├╝gung gestellt.

Bestandsentwicklung der Wochenstube Th├╝ngersheim